Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen

Blick über einen der Bergeteiche des Erzbergwerks Rammeisberg in Goslar. Im Vodergrund ist die von Büschen umsäumte weite Wasserfläche zu sehen.

Andre Bertram, CUTEC

Aufbereitungs- und Produktionsrückstände können erhebliche Mengen an wirtschaftsstrategischen Rohstoffen enthalten. Aus „Abfall“ wird Hightech.

Deutschland blickt auf eine lange Bergbau- und Hüttentradition zurück. Ein Erbe sind zahlreiche sekundärrohstoffhaltige Ablagerungen, die heute teils bedeutende Rohstoffquellen darstellen. Als Aufbereitungsrückstände lagern beispielsweise in den Bergeteichen des Erzbergwerks Rammelsberg in Goslar – fein verteilt im Schlamm – Analysen zufolge circa 100 Tonnen Indium. Daneben finden sich Kobalt, Gallium und weitere wertvolle Stoffe.

Gegenwärtig anfallende produktionsspezifische Abfälle mit entsprechenden Metallen bilden vielerorts ungenutzte Ressourcen. Diese gilt es zu erschließen: Aktuell beträgt allein in deutschen Müllverbrennungsanlagen das jährliche Abfallaufkommen circa 130.000 Tonnen Flugasche. Enthaltenes Zinn, Kupfer, Gallium, Germanium und Wolfram werden mit deponiert.

Beim Recycling von Autoabgaskatalysatoren entstehen weltweit in großen Mengen Schmelzrückstände. Diese Schlacken enthalten die katalytisch wirksamen Platingruppen-Metalle sowie Seltene Erden wie Cer und Lanthan.