Seltene Metalle eröffnen neue Perspektiven – Thomas Oppermann informiert sich über HTMET

„Glück Auf“ hieß es im Oberharzer Bergbaumuseum „Lautenthals Glück“ für Thomas Oppermann als Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion und zahlreiche Medienvertreter auf Journalistenreise.

Einsteigen in die Grubenbahn. Dr. Torsten Graupner (BGR), links, und Dr. Torsten Zeller (CUTEC) begleiten Thomas Oppermann in die Grube Lautenthals Glück.

Einsteigen in die Grubenbahn. Dr. Torsten Graupner (BGR), links, und Dr. Torsten Zeller (CUTEC) begleiten Thomas Oppermann in die Grube Lautenthals Glück.

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Zu Tage gefördert wurden die Ziele der Fördermaßnahme r4 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die Sicherung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland. Welche Potenziale an seltenen Metallen in den klassischen Bergbaurevieren des Landes, wie dem Harz, noch vorhanden sind, erfasst das Projekt „HTMET“ anhand von aktuellen Probenahmen und Sammlungsmaterial. Mit den Daten werde ein Kataster aufgestellt.  „Unheimlich spannend. Ein absolut sinnvolles Projekt – eine tolle Perspektive auch für den Harz“, sagte Thomas Oppermann.

Thomas Oppermann und Dr. Wilfried Ließmann (TU Clausthal) an einem Erzgang in der Grube Lautentals Glück, begleitet von den Medien.

Thomas Oppermann und Dr. Wilfried Ließmann (TU Clausthal) an einem Erzgang in der Grube Lautentals Glück, begleitet von den Medien.

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HTMET ist das Akronym für „Hochtechnologie-relevante Metalle in deutschen sulfidischen Buntmetallerzen – Ressourcenpotenzialabschätzung“. In Lautenthal ist es das Erz Zinkblende, das hinsichtlich seiner Gehalte an seltenen Metallen untersucht wird. „In bestimmten Bereichen des Schwarzwalds ist die Zinkblende sehr reich an Germanium, hier mehr an Gallium“, erklärte Projektkoordinator Dr. Torsten Graupner von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover. Daneben sind auch das CUTEC Institut, die TU Clausthal, die Recylex GmbH Goslar und Montanuniversität Leoben beteiligt. „Ende 2018 werden die Ergebnisse vorliegen“, sagte Dr. Graupner.

Dr. Torsten Graupner (BGR) stellt das r4-Verbundprojekt HTMET vor.

Dr. Torsten Graupner (BGR) stellt das r4-Verbundprojekt HTMET vor.

CUTEC

„Es sind keine Projekte für den Elfenbeinturm, wir brauchen die sichere Rohstoffversorgung“, betonte Dr. Torsten Zeller, CUTEC, seitens des forschungsbegleitenden Integrations- und Transferprojekts „r4-INTRA“. Wissenschaft und Wirtschaftspartner forschen gemeinsam in bundesweit 40 r4-Verbundprojekten. Entwickelte Technologien seien weltweit gefragt und anwendbar.

Silberhaltige Bleierze, Zink- und Kupfererz wurden über Jahrhunderte im Oberharz abgebaut. Lautenthal war die zweitgrößte Zinklagerstätte im Oberharz, erklärte Dr. Wilfried Ließmann, Mineraloge der TU Clausthal. Und: „Wir haben im Harz noch Restpotenziale.“ Zur Tiefe hin gebe es noch größere Mengen an Zinkblende, in der seltene Metalle enthalten sein können. Es komme auf die bauwürdige Menge an. 

Dr. Torsten Zeller (CUTEC) vom r4-INTRA-Team betont die Bedeutung der Fördermaßnahme r4 des BMBF.

Dr. Torsten Zeller (CUTEC) vom r4-INTRA-Team betont die Bedeutung der Fördermaßnahme r4 des BMBF.

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